Glossar

Glossar Optik


Adaptation
Adaption ist die Helligkeitseinstellung des Auges, das Umstellen auf verschiedene Helligkeitsstufen.
Die Adaption kann durch verändern des Irisdurchmessers (von 2 mm- 8 mm möglich) oder durch Pigmentwanderung zwischen die auf der Netzhaut liegenden Stäbchen und Zäpfchen geregelt werden. Man unterscheidet Helladaption(vom Dunklen ins Helle) und Dunkeladaption (vom Hellen ins Dunkle). Die Dunkeladaption ist ein langsamerer Vorgang als die Helladaption.

Akkommodation
Mit der Akommodation bezeichnet man die Anpassung des Auges an Objekte der Nähe und Ferne. Dabei wird die Augenlinse entsprechend gewölbt und eine scharfe Abbildung auf der Netzhaut erzeugt. Die Akkommodation ist mit der Konvergenz gekoppelt.

Alternierendes Sehen
Der Mensch benutzt jeweils nur ein Auge zum Sehen, wechselt dieses jedoch ab. Häufig kommt es dazu, wenn ein Auge weitsichtig und eines kurzsichtig ist und immer nur das besser sehende Auge für eine bestimmte Aufgabe benutzt wird. Dieser Ablauf wird im Gehirn geregelt und kann daher nicht gelenkt werden.
 
Alterssichtigkeit
Oder auch Presbyopie genannt. Um nahe gelegene Objektpunkte scharf sehen zu können, muss der Brechwert des Auges durch Anpassung der Augenlinse, verglichen mit der Einstellung für die Ferne, erhöht werden. Diese Fähigkeit des Auges, die sogenannte Akkommodation, nimmt mit zunehmendem Alter ab, da sich die Elastizität der Augenlinse verringert. Bemerkbar macht sich dieser Prozess ab einem Alter von ca. 40 Jahren. Eine Lese- oder Mehrstärkenbrille gleicht den fehlenden Brechwert für die Nähe aus. Die Presbyopie ist genau genommen keine Fehlsichtigkeit, sondern die Folge einer normalen physiologischen Entwicklung, die sich in jedem Auge vollzieht. Bis Mitte 50 nimmt die Presbyopie zu und bleibt dann konstant.

Amblyopie
Eine Amblyopie entsteht meist in der frühen Kindheit und wird meist auch als Schwachsichtigkeit eines Auges bezeichnet. Das Sehsystem konnte sich in den ersten Lebensmonaten nicht richtig entwickeln und so kommt es zu einer Verminderung der Sehschärfe und Störungen beim räumlichen Sehen. Es kann teilweise durch eine Brille ausgeglichen werden, die Ursache kann jedoch nicht behoben werden. Im schlimmsten Fall kann es sogar zur Erblindung kommen.

Anisometropie
Bei einer Anisometropie ist es so, daß beide Augen eine unterschiedlich ausgeprägte Fehlsichtigkeit haben. Das kann beispielsweise bedeuten daß, das eine Auge fehlsichtiger ist als das andere oder das eine kurz- und das andere weitsichtig ist. Ein Unterschied zwischen beiden Augen von 0,50  Dioptrie liegt im Normalbereich. Eine Ursache für eine Anisometropie sind unterschiedliche Baulängen der Augäpfel oder unterschiedliche Brechwerte beider Augen.

Aphakie
Bedeutet auch Linsenlosigkeit eines Auges. Dies entsteht durch eine operative Entfernung der natürlichen Augenlinse, wenn diese beispielsweise trüb geworden ist aufgrund eines Grauen Stars oder entfernt werden muss aufgrund einer starken Augenverletzung. Heute passiert ein solcher Eingriff jedoch nur noch selten, da nach Entfernung der natürlichen Linse meist eine Kunstlinse eingesetzt wird.

Asphärisch
Besonders ästhetische Brillengläser werden nicht kugelförmig geschliffen, sondern mit optimiertem, flachem Schliff versehen.
So fällt das Glas dünner aus und ist wesentlich leichter, ohne daß der Sehkomfort am Rand der Gläser sich verringert. Zudem haben sie einen zusätzlichen ästhetischen Vorteil, da das bekannte Vergrößern oder Verkleinern des Auges durch das asphärische Brillenglas eingeschränkt werden kann.

Asthenopische Beschwerden
Unter diesen Beschwerden versteht man Kopfschmerzen, Schwindel, Augenrötungen, Sehen von Doppelbildern oder ein Schwergefühl der Augenlieder. Dafür gibt es einige Ursachen, die häufigsten sind jedoch eine Störung der Fusion d.h. die Bilder beider Augen können nicht mehr miteinander verschmolzen werden, ebenso durch Schielstellungen oder die Augenmuskeln können nicht mehr richtig koordinieren.
 
Astigmatismus
Ist der Fachbegriff für Hornhautverkrümmung. Die Hornhaut hat unterschiedliche Krümmungen. Dadurch weist das Auge zwei unterschiedliche Werte auf, deren Wirkungsrichtungen senkrecht zueinander stehen. Wir vergleichen jetzt das Auge mal mit einem Fußball, das Auge ist "normalerweise" kugelförmig. In diesem Idealfall ist die Krümmung der Fläche an jedem Punkt gleich. Drückt man den Fußball jedoch zusammen, ist die Krümmung nicht mehr gleich. In der Richtung des Drucks ist die Krümmung stärker als im 90° Winkel dazu. Ähnlich ist es mit einem astigmatischen Auge. Durch die unterschiedliche Krümmung des Auges ist die Fehlsichtigkeit z.B. in waagerechter und senkrechter Richtung verschieden hoch. Diesen Unterschied nennt man „Zylinder“.
Korrigiert wird diese Fehlsichtigkeit mit Brillengläsern oder Kontaktlinsen. So entstehen zwei Werte, Sphäre und Zylinder in der entsprechenden Achslage.

Augeninnendruck
Mit Hilfe des Augeninnendrucks, welcher durch das Kammerwasser im Innern des Auges erzeugt und reguliert wird, behält das Auge seine Form. Er bewirkt, dass der Abstand zwischen Hornhaut, Linse und Netzhaut immer konstant ist. Kann das Kammerwasser nicht richtig abfließen, so kommt es zu einer Erhöhung des Innendrucks, was wiederum zu Schädigungen des Sehnervs führen kann. So entsteht ein Glaukom.

Berechnen von gewölbten Sportgläsern
Oft liegt das Problem bei stark durchgebogenen Sport- oder auch Sonnengläsern darin, dass der Kunde damit meist nicht optimal sieht. Das liegt daran, dass durch die stark gekrümmte Form der Gläser Abbildungsfehler auftreten, durch die die Stärke abweichen kann oder es zu prismatischen Nebenwirkungen kommt. Diese werden bei der speziellen Berechnung kompensiert. Durch eine neue Freiform-Technologie kann das Glas Punkt für Punkt berechnet werden. So schaut man nicht mehr durch einen Durchblickspunkt, sondern mehrere die vorausberechnet werden für ein rundum scharfes Sehen. Somit hat der Sportler ein breites und kontrastreiches Blickfeld, das ihm zusätzlich mehr Sicherheit bietet. 
 
Bildschirmarbeitsplatz-/Raumgläser
Diese Gläser werden speziell für bestimmte Arbeitsbereiche angefertigt, wie beispielsweise für das Büro, die Werkstatt oder auch für das Hobby. Egal ob 20, 80 oder 200cm Entfernung: Die Gläser werden für den jeweiligen Anwendungsbereich individuell zugeschnitten, dass ein entspanntes und komfortables Sehen in der Nähe und der mittleren Sehentfernung möglich ist.

Bindehautentzündung
Der medizinische Fachausdruck für eine Bindehautentzündung ist Conjunktivitis. Sie tritt meist beidseitig auf und ist die häufigste Erkrankung des Auges. Die Therapie besteht in der Schonung des Auges und bei schwereren Fällen der Verabreichung von Augentropfen oder Salben.

Bifokalgläser
Zweistärkengläser ermöglichen bei Alterssichtigkeit deutliches Sehen im Fern- und Nahbereich, durch ein im unteren Glasbereich eingearbeitetes "Fenster". Ein Nachteil der Bifokalgläser ist, dass Objekte in Zwischendistanzen ( z.B. die Distanz zum Computer) unscharf erscheinen. Im Gegensatz dazu ermöglichen Gleitsichtgläser scharfes Sehen in allen Entfernungen.

Binokularsehen
Dieser Begriff beschreibt das Sehen mit beiden Augen gleichzeitig. Mit beiden Augen werden simultan Reize wahrgenommen, über die Nerven an das Gehirn weitergeleitet und dort zu einem Bild zusammengefügt / fusioniert.
Durch Fehlstellungen der Augen kann diese Fusion gestört sein, die entstehenden Bilder passen also nicht mehr zusammen. Dieses muss von den Augenmuskeln ausgeglichen werden, indem eine entsprechende Korrektur der Augenstellung vorgenommen wird. Auf diese Weise muss das Gehirn mit zusätzlichem Aufwand die unterschiedlichen Bilder zusammenbringen. Die Gleichsinnigkeit der Augen ist wichtig, um räumliches Sehen zu ermöglichen und Doppelbilder, die durch unkoordinierte Divergenz und Konvergent entstehen, zu vermeiden.

Blendempfindlichkeit
Unter Blendung versteht man die Beeinträchtigung der Sehleistung durch störende Lichtquellen. Eine erhöhte Blendempfindlichkeit liegt beispielsweise vor, wenn die Sehleistung durch Scheinwerfer entgegenkommender Autos übermäßig beeinträchtigt wird. Körperliche Ursachen für erhöhte Blendempfindlichkeit sind alters- oder krankheitsbedingte Trübungen des Auges (Hornhaut, Linse, Glaskörper). Hier wird, wie beim Blick durch verschmutztes oder zerkratztes Glas das Licht gestreut.

Blue Blocker / Kontraststeigernde Gläser
Kontraststeigernde Gläser bieten einen 100% UV-Schutz, sie sorgen dafür, dass ein Teil des störenden blauen Lichts ausgefiltert wird. Dadurch werden die Farben lebendig wahrgenommen. Kontrastfarben können je nach Umgebung eingesetzt werden.
Blue Blocker-Gläser arbeiten mit einer nahezu 100%igen Blaufilterung; dadurch erreicht das Glas den höchsten Kontrast und optimalen Komfort bei diffusen Lichtverhältnissen und bei mittelstarkem Sonnenlicht.

Der Brechwert
Der Brechwert gibt die optische Wirkung in Dioptrie an (Sphäre, Zylinder). Das Auge kann durch Veränderung der Linsenform den Brechwert verändern und sich somit auf unterschiedliche Entfernungen einstellen. Bei Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Alterssichtigkeit wird der abweichende Wert des Auges durch das Brillenglas oder durch die Kontaktlinse ausgeglichen.

Die Brechzahl
Ist das Verhältnis der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum und der Lichtgeschwindigkeit im betrachteten Medium. Die Brechzahl eines Brillenglases beeinflusst, wie stark ein Lichtstrahl abgelenkt wird. Das heißt Gläser mit einer hohen Brechzahl wie zum Beispiel 1,67 können bei gleicher optischer Wirkung dünner und meist auch leichter gefertigt werden als Gläser mit niedrigerer Brechzahl wie beispielsweise 1,5.

Brillenpflege
Es werden unzählige Mittel zur Brillenreinigung und Brillenpflege in Super- oder Drogeriemärkten angeboten. Zu beachten ist, dass diese Mittel keine scheuernde Wirkung auf das Brillenglas und die Fassung ausüben dürfen. Bestens geeignet sind handwarmes Wasser und etwas Seife bzw. Spülmittel. Zu heißes Wasser kann Brillengläser und auch Brillenfassungen zerstören und die Oberfläche stark beschädigen. Insbesondere Kunststofffassungen verlieren durch heißes Wasser an Elastizität; sie werden brüchig und bekommen eine stumpfe Oberfläche. Kunststoffgläser sollten unter fließendem Wasser abgespült werden um zu verhindern, dass sich Staubkörner oder gar Sand bei der Reinigung in die Oberfläche reiben. Sogenannte Feuchtreinigungstücher, die man in Drogerien oder Apotheken kaufen kann sind bei Kunststoffgläsern nicht zu empfehlen. Hier haftet der Schmutz (Staub, Sand etc.) an den feuchten Tüchern und wird beim Abreiben der Gläser über die Oberfläche gerieben. Verkratzte Oberflächen lassen sich nicht nachträglich polieren (siehe auch Kratzer). Auch ein abtrocknen mit Küchenrolle/ Kosmetiktüchern oder Taschentüchern sollte vermieden werden, da dort Holzfasern enthalten sind, die die Gläser stark verkratzen können. Die gründlichste und zugleich schonendste Reinigung ist mit einem Ultraschallbad möglich. Besondere Pflege brauchen Naturhornbrillen. In den meisten Fällen werden zu diesen Brillen wachsartige Pasten geliefert, die eine Versprödung des Horns verzögern.

Clean Coat
Ist eine Beschichtung der Brillengläser (auch Pflegeschicht genannt), um eine leichtere Reinigung der Gläser zu gewährleisten.

CR 39 (Kunstoffmaterial für Brillengläser)
"CR39" wird für "normale" Brillen verwendet. Meint einen Kunststoff, der nicht wärmeempfindlich ist. Es ist das älteste organische Material, aus dem Brillengläser hergestellt werden und wurde 1939 in Columbia entwickelt.
Es genügt den normalen Ansprüchen, doch für Sportler, ob Hobby oder Profi ist die unzerbrechliche Polycarbonatvariante unbedingt empfehlenswert, da CR39 splittern kann.

Degression
Die Degression beschreibt die Wirkungsabnahme der Stärke, beispielsweise bei einem „Office-Glas“. Diese Wirkungsabnahme ist Typenabhängig und nimmt vom Anpasspunkt ausgehend kontinuierlich nach oben hin ab.

Direktverglasung
Bei einigen Sportbrillen mit stärker durchgewölbten Gläsern gibt es auch die Möglichkeit, die Frontscheiben der Brille direkt zu verglasen, dies geht jedoch nur bis zu bestimmten Werten. Die Vorteile einer Direktverglasung sind ein größeres Blickfeld und somit ein angenehmes klares Sehen, ebenso beschlagen die Gläser weniger als bei einem Innenclip. Der Nachteil ist jedoch, daß eine Vollverglasung meist teurer und aufwendiger ist. Auch die Frontscheibe kann nicht so leicht ausgetauscht werden, da diese auch immer erst in der jeweiligen Stärke angefertigt werden muss. 

Dioptrie
Die Brechkraft von Optiken wird in der Einheit Dioptrie (kurz dpt) angegeben. Die Dioptrienzahl gibt den Kehrwert der in Metern gemessenen Brennweite an. Eine Linse mit 4,0 Dioptrien hat demzufolge eine Brennweite von 0,25 m. Dioptrien ist die Maßeinheit, die für die Angabe einer Fehlsichtigkeit benutzt wird. Sie sagt aus, wie stark die Brechkraft verändert werden müsste, damit ein optimales Sehverhalten erzielt wird.

Drivewear
Die neue Technologiekombination in Drivewear kombiniert den Polarisationseffekt mit der bewährten Transitions-Technologie (selbsteintönend). Bei schwachem Licht sind die Gläser gelb-grün und besitzen eine Absorption von 68%. Hinter der Windschutzscheibe wird bei Sonneneinstrahlung die Absorption durch das natürliche Licht auf 78% erhöht. Durch UV-Strahlen Einwirkung erreicht die Absorption ihr Maximum von 88%.

Emmetropie
Wird auch Rechtsichtigkeit genannt, das bedeutet, das Auge ist normalsichtig und nicht zu kurz oder zu lang gebaut oder hat einen höheren oder niedrigeren Brechwert. Man benötigt so also keine Brille.

Entspiegelungsschicht
Eine Entspiegelung ist eine spezielle Beschichtung der Brillengläser gegen störende Lichteinflüsse und Spiegelungen. Reflexionen führen zu einem ungewollten Lichtverlust und zudem wird der Kontrast vermindert. Auch Lichtquellen, die hinter dem Brillenträger liegen führen zu störenden Reflexbildern oder Schatten. Entspiegelte Gläser sorgen somit für ein klares und kontrastreiches Sehen.

Esophorie
Bezeichnet eine Schielstellung des Auges unter bestimmten Bedingungen nach innen, beispielsweise bemerkt die betroffene Person das Abschweifen eines Auges durch Überanstrengung oder Müdigkeit. Die Ursache hierfür ist eine Störung des Muskelgleichgewichts des Auges. 

Exophorie
Bezeichnet eine Schielstellung des Auges unter bestimmten Bedingungen nach außen, beispielsweise bemerkt die betroffene Person das Abschweifen eines Auges durch Überanstrengung oder Müdigkeit. Die Ursache hierfür ist eine Störung des Muskelgleichgewichts des Auges. 

Fluoreszintest
Dieser Test wird bei der Kontaktlinsenanpassung von harten Kontaktlinsen vorgenommen. Dabei wird eine leicht gelbliche Flüssigkeit in das Auge geträufelt. Bei Beleuchtung mit UV-Licht erkennt man den „Zwischenraum“ bzw. Auflageflächen der Kontaktlinse auf der Hornhaut und kann so den Kontaktlinsensitz beurteilen, um gegebenenfalls eine Änderung vorzunehmen.

Formstabile Kontaktlinsen
 Formstabile Kontaktlinsen kennt man auch als harte Kontaktlinsen. Im Gegensatz zu den weichen Kontaktlinsen, die sich direkt an das Auge anschmiegen und in ihrer Form sehr biegsam sind, verändern die harten Kontaktlinsen ihre Form nicht und schwimmen auf der Tränenflüssigkeit des Auges. Sie werden auch häufig bei komplizierteren Formen der Fehlsichtigkeit wie bei einem Keratokonus oder Keratoglobus eingesetzt, da sich diese so besser als mit einer Brille korrigieren lassen. 

Gesichtsfeld
Das Gesichtsfeld beschreibt die Gesamtheit derjenigen Objektpunkte, die mit ruhendem Auge wahrgenommen werden. Mit anderen Worten heißt das, dass das Gesichtsfeld der Bereich ist, den das Auge sehen kann, ohne sich zu bewegen (bei gerader und stiller Körperhaltung).

Gesichtsfeldausfall
Anopsie oder auch Gesichtsfeldausfall: Dabei werden bestimmte Bereiche des Gesichtsfeldes nicht wahrgenommen. Die Tatsache, dass bestimmte Bereiche des Gesichtsfeldes nicht wahrgenommen werden, lässt noch keine Rückschlüsse auf den Grund dieser Einschränkung zu. So kann man sich vorstellen, dass nach einer Verletzung der Hornhaut eine trübe Stelle zurück bleibt. Wenn dieses Auge nun geradeaus schauen möchte, hat es dort, wo die Trübung “ihren Schatten auf die Netzhaut wirft“ einen Bereich, der nicht wahrgenommen wird. Gesichtsfeldausfälle können Hinweise auf sehr ernste Augenerkrankungen sein und gehören dringend unter ärztliche Beobachtung!

Gleitsichtgläser
Gleitsichtgläser, Multifokalgläser oder auch Progressivgläser: Damit werden Gläser bezeichnet, die dem Presbyopen wieder zu möglichst natürlichem Sehen verhelfen. Gleitsichtgläser verändern sich von oben nach unten kontinuierlich in der Wirkung, was ein scharfes Sehen sowohl in der Ferne als auch in der Nähe ermöglicht. Der spezielle Schliff gleicht die Schwäche der Augenlinse aus, sich wieder auf kurze Distanzen einstellen zu können.

Grüner Star (Glaukom)
Ist ein überhöhter Augeninnendruck, der vom Augenarzt medikamentös eingestellt werden kann und unter ständiger Beobachtung bleiben sollte. Ein erhöhter Augeninnendruck und verminderte Blutversorgung zerstören die empfindlichen Fasern, aus denen der Sehnerv besteht.
Die häufigste Form ist das Offenwinkel-Glaukom. Bei dieser chronischen Form der Erkrankung bildet sich sehr langsam, im Verlauf vieler Jahre, eine Abflußsperre, die den Flüssigkeits-Stau im Auge bewirkt.
Der Sehnerv erleidet somit einen Schaden, der im schlimmsten Fall zur Erblindung führen kann.
In Deutschland nehmen Glaukome bereits die erste Stelle in der Liste der Ursachen ein, die zum Verlust der Sehkraft führen.

Grauer Star (Katarakt)
Ist eine Eintrübung der Augenlinse. Das äußert sich im Sehen wie durch einen dichter werdenden Schleier oder Sehen wie durch einen Wasserfall. Ebenso nimmt die Blendungsempfindlichkeit zu. Die Eintrübung der Linse verursacht im Vorstadium Brechungsänderungen im Auge, die sich durch Brillengläser korrigieren lassen.
Der Graue Star tritt meist altersbedingt durch eine Verlangsamung des Stoffwechsels auf. Dieser ist also keine wirkliche Krankheit.
Er kann im fortgeschrittenen Stadium operativ behandelt werden. Dabei wird die trübe Linse durch eine künstliche Linse ersetzt.

Hartschicht für Brillengläser
Eine Hartschicht ist eine zusätzliche dünne Schicht auf dem Brillenglas. Sie dient als zusätzliche Schutzschicht für das Glas und minimiert
die Gefahr von Kratzern.

Hornhautentzündung
Ist eine schmerzhafte Reaktion, die durch unterschiedlichste Ursachen ausgelöst werden kann. Sie kann auftreten im Anschluss einer Bindehautentzündung, durch eine kombinierte Entzündung des Tränensackes, ungenügende Pflege der Kontaktlinsen oder durch UV- Strahlung.

Innenclipverglasung bei stark durchgewölbten Sportbrillen
Viele Sportbrillen haben eine sehr starke Durchwölbung der Gläser in der Fassung. Meist können diese dann nur von Nichtbrillenträgern genutzt werden. Eine Möglichkeit jedoch ist, einen Clip anzufertigen mit der jeweiligen Glasstärke, die benötigt wird, und diesen hinter die Frontscheibe der Brille zu clippen. Der Vorteil ist, daß so die Frontscheibe je nach Bedarf gewechselt werden kann und es eine günstigere Möglichkeit ist, als die Scheibe direkt zu verglasen. Der Nachteil eines Innenclips ist, dass die Frontscheibe so leichter beschlägt und das Blickfeld so eingeschränkter ist.
 
Intraokularlinse
Ist eine künstliche Linse. Ersetzt bei Operationen am Grauen Star, die alte, milchig-grau gewordene Augenlinse.
Der Begriff „intraokular“ steht für alles, was sich im Inneren des Auges befindet.

Jahreskontaktlinsen
Jahreslinsen werden ein Jahr lang getragen, jedoch täglich über Nacht heraus genommen und gereinigt. Sie können speziell für den Träger angefertigt werden und sind deshalb auch für ungewöhnlich hohe Werte geeignet. Zudem haben sie einen hohen Tragekomfort und eine gute Verträglichkeit.

Kantenfilter
Kantenfilter filtern die energiereichen, blauen Lichtanteile heraus, so wird auch die störende Blendung mit Visusverlust vermieden. Welcher Kantenfilter, bei welcher Augenkrankheit Hilfe bringt, muß im Wesentlichen der Kunde mit Sehbehinderung bei sonnigem Licht ausprobieren. Kantenfilter absorbieren das kurzwellige Licht bis zu einem bestimmten Wellenlängenbereich wie z.B. 450nm, 511nm, 527nm, 550nm.

Keratokonus
Ist eine kegelförmige Vorwölbung im zentralen Bereich der Hornhaut. Die genaue Ursache des Keratokonus ist  noch nicht genau bekannt, vermutlich entsteht er durch eine Stoffwechselstörung oder ist erblich bedingt. Die Krankheit verläuft schubweise und führt dazu, daß die Hornhaut immer mehr ausdünnt. Ein Sehen von Doppelbildern, Schlieren oder sternförmigen Strahlen, die von Gegenständen ausgehen, ist möglich. Mit einer formstabilen Kontaktlinse lässt sich die Hornhaut etwas stabilisieren und ein schärferes Bild auf der Netzhaut erzeugen.
In fortgeschritteneren Stadien kann es zu einer Transplantation der Hornhaut kommen.

Keratoglobus
Bei einem Keratoglobus treten die gleichen Symptome auf wie bei einem Keratokonus, nur ist hier nicht nur der zentrale Bereich der Hornhaut sondern auch die Randbereiche betroffen. Durch diese Schädigung der Hornhaut kann es zu Wasseransammlungen in der Augenkammer kommen. Es kann auch hier zu einer Transplantation einer neuen Hornhaut kommen.

Kochsalzlösung für Kontaktlinsen
Kochsalzlösungen werden  vor allem in Verbindung mit Kontaktlinsen benutzt..  Sie wird meist zum Abspülen der Linse verwendet. Zudem ist Kochsalzlösung, im Gegensatz zu Wasser, gut geeignet um das Auge auszuspülen und von unangenehmen Schmutzpartikeln und Flüssigkeiten zu befreien.

Kontaktlinsenpflegemittel
Alle Kontaktlinsen, außer Tageslinsen, müssen regelmäßig gereinigt werden. Dazu gibt es spezielle Pflegemittel, die eine Reizung des Auges durch Verunreinigungen, aber auch eine Entstehung von Bakterien oder Viren verhindert. Die einfachste Möglichkeit der Reinigung ist mit einer Kombinationslösung, die die Linsen gleichzeitig reinigt, desinfiziert und zur Aufbewahrung geeignet ist. Am besten eignen sich jedoch Peroxidsysteme, durch die die Kontaktlinsen über Nacht gereinigt werden und so alle Ablagerungen die sich von der Umwelt oder auch durch das Auge selbst auf der Linse absetzen entfernt werden. Welches Pflegemittel für den Träger geeignet ist, kann nur der Anapsser feststellen. Er wählt das richtige Pflegemittel für die Kombination Tränenfilm-Kontaktlinsenmaterial aus. Das falsche Pflegemittel ist die häufigste Ursache (ca. 80%) für Kontaktlinsenunverträglichkeit!

Konvergenz
Grundlegende Art von gegensinnigen Augenbewegungen. Eine nach innen schwenkende Blickbewegung des Augenpaares, meist beim Blick in die Nähe.

Kurzsichtigkeit ( die Myopie)
Bei einer Kurzsichtigkeit ist das Sehen in der Nähe gut, aber die Ferne ist undeutlich. Man spricht davon, dass das Auge zu lang gebaut ist. Das Bild entsteht vor der Netzhaut. Durch ein Minusglas wird das Bild auf die Netzhaut projiziert und es entsteht wieder ein deutliches Sehen. Kinder kann man oft dabei beobachten, dass sie viel zu nahe beim Schreiben mit der Nase ans Buch herangehen oder sie versuchen durch Zusammenkneifen der Augen das Licht zu bündeln, um die Unschärfe zu überlisten.

Lentikulargläser
Diese Gläser werden bei sehr starker Kurzsichtigkeit eingesetzt, hier kann bei der Herstellung die Korrektur nicht über die ganze Brillenglasfläche eingeschliffen werden aufgrund der hohen Stärken. Deshalb wird der Rand eines Lentikularglases viel dünner und die gesamte Brille um einiges leichter und schöner. Die Einschränkung des Blickfeldes fällt bei diesen Gläsern nicht stark ins Gewicht. Der Schliff kann heute praktisch "unsichtbar" angefertigt werden.


Lotoseffekt/Beschichtung
Eine „Lotosbeschichtung“ ist eine Methode, um die Schmutzanfälligkeit der Brillengläser zu minimieren. Das Vorbild hierfür findet sich bei den Blättern der Lotospflanze, die aufgrund ihrer Oberflächenbeschaffenheit ein sehr geringes Anschmutzverhalten aufweist. Auch bei vielen Automarken ist dieser Effekt schon bekannt. Bei Brillengläsern wird diese Cleanschicht auf beiden Seiten aufgetragen und glättet somit die Oberfläche, so dass möglichst wenig Schmutzhaftung möglich ist. Somit perlt Wasser leichter ab, die Brillengläser werden nicht so schnell schmutzig und lassen sich leichter reinigen.


Makuladegeneration (AMD)
Eine Makuladegeneration oder auch altersabhängige Makuladegeneration führt zu allmählichen Funktionseinbußen im mittleren Sehfeld und zunehmend zum Verlust von Zellen der zentralen Netzhaut, der "Leinwand des Auges". Im Zentrum des Gesichtsfeldes kommt es zu Verzerrungen, Reduktion (Abnahme) der Sehschärfe, Verschlechterung der Lesefähigkeit und Abnahme von Kontrastempfinden und Farbsehen. Das Voranschreiten der Krankheit kann durch Medikamente oder Spritzen verlangsamt werden, im schlimmsten Fall führt es jedoch zur Blindheit.
 
Monatskontaktlinse
Monatskontaktlinsen werden über einen Zeitraum von einem Monat getragen. Sie werden über Nacht gereinigt und in einem speziellen Pflegemittel aufbewahrt. Wenn die vorgeschriebene Zeit abgelaufen ist, werden sie durch neue Kontaktlinsen ausgetauscht.

Monokularsehen
Beim monokularen Sehen sieht nur ein Auge. Beide Augen funktioniert zwar uneingeschränkt, aber eine Verknüpfung im Gehirn geschieht kaum. Dadurch ist das Bild, das beim monokularen Sehen entsteht qualitativ und informativ schlechter. Zudem ist ein räumliches Sehen nicht möglich. Das Gehirn kann dies durch eine Auswertung der Bildinformationen leicht korrigieren und eine räumliche Wahrnehmung simulieren.

Nachbenetzungstropfen
Diese werden auch häufig als künstliche Tränen bezeichnet und sind beim Augenarzt, Augenoptiker, in Apotheken und Drogerien erhältlich. Sie wirken einem Austrocknen der Augen entgegen. Besonders hilfreich sind sie in temporären Situationen, die zum Beispiel durch trockene Räume (Klimaanlage) oder Zigarettenrauch entstehen. Empfehlenswert sind Tropfen, die Hyaluron enthalten, da dies ein körpereigener Stoff ist und so nicht schädlich für das Auge ist und die Trockenheit nicht fördert.

Nachtblindheit
Bei einer Nachtblindheit (Hemeralopie) ist die Fähigkeit, dass sich das Auge an die Dunkelheit anpassen kann, entweder eingeschränkt oder sogar völlig ausgefallen. Sie kann durch eine Funktionsstörung oder einen Ausfall der Stäbchen entstehen (diese sind Sinneszellen die Nacht- oder Dämmerungssehen ermöglichen), so ist das Sehen in der Dämmerung stark behindert und in unbelichteter Umgebung fast unmöglich. 

Okklusionsfolien
Eine Okklusionsbehandlung wird meist im Kindesalter bei einseitigen Schielerkrankungen vorgenommen und somit das gesunde Auge mit einer Folie abgedeckt, damit das schielende Auge zum Fixieren eines Objekts gezwungen wird. Die Art und Dauer der Behandlung wird mit dem Augenarzt oder dem Orthoptisten besprochen und solange behandelt, bis die Sehschärfe auf beiden Augen wieder gleich gut ist und ein gemeinsames Bild entsteht. In manchen Fällen jedoch ist es notwendig, die Behandlung über einen längeren Zeitraum fortzuführen. Dies setzt bestimmte Maßnahmen und ständige Kontrollen voraus.

OTD ( Oakley True Digital)
In Brillenrahmen mit starker Wölbung führen herkömmliche Gläser oft zu verschwommenem und verzerrtem Sehen in den Randbereichen.
Die Oakley True Digital Gläser steigern das Sehvermögen, für das bestmögliche Erkennen von Bildern und Bewegungen in der Gesichtsfeldperipherie. Die Gläser wurden speziell dafür entwickelt, Abbildungsfehler und unerwünschten Astigmatismus in den Randbereichen zu vermeiden und so ein ausgezeichnetes binokulares Gesichtsfeld über die gesamte Scheibe zu bieten.
Auch prismatische Abweichungen können so reduziert werden.
Oakley als führender Anbieter von Sportbrillen kann so individuelle Stärken berücksichtigen, wodurch die bestmögliche Sehleistung erzielt wird.

Warum ist scharfes Sehen in den Randbereichen so wichtig?
Alle Athleten müssen natürlich im zentralen Gesichtsfeld scharf sehen können. Dies wird bei Aufgaben wie die präzise Erfassung von Details benötigt, was beispielsweise beim Schießen oder beim Golf eine große Rolle spielt. In den meisten Sportarten ist aber auch beim peripheren Sehen besondere Schärfe erforderlich, wie Baseball oder Tennis. Hier müssen in Sekundenbruchteilen Entscheidungen gefällt werden.

Peroxidsystem
Bei Verwendung von Kontaktlinsen ist Wasserstoffperoxid ein beliebtes Pflegemittel, da es eine gute desinfizierende Wirkung hat und alle Ablagerungen sehr gut entfernt. Ein Nachteil ist, dass das Wasserstoffperoxid sich vollständig neutralisiert haben muss, bevor die Kontaktlinse wieder in das Auge eingesetzt werden kann. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten: Beispielsweise durch einen Katalysator, dies ist ein Platin-Plättchen das am Boden des Kontaktlinsenbehälter eingearbeitet ist. Dadurch neutralisiert sich die Flüssigkeit über Nacht und am nächsten Tag ist nur noch reines Wasser in dem Behälter zu finden. Der Behälter sollte nicht geschüttelt werden, denn so kann sich das Peroxidmittel am oberen Behälterrand festsetzen und beim Rausnehmen der gereinigten Linse runter tropfen. Sollten doch Reste von Wasserstoffperoxid an der Linse hängen bleiben und ein Brennen im Auge bemerkbar werden, sollte diese schnellst möglich herausgenommen und das Auge mit Kochsalzlösung ausgespült werden.
Eine Alternative dazu wäre die Verwendung einer Neutralisationstablette die genauso wie ein Katalysator wirkt. Wenn das Wasserstoffperoxid vollständig neutralisiert ist, zeigt sich das durch eine Veränderung der Flüssigkeitsfarbe.

Phototrope Gläser (Transitions-Technologie)
Diese Gläser passen sich automatisch den aktuellen Lichtverhältnissen an. Sie haben meist eine Grundtönung von etwa 10%, verändern diese jedoch je nach Sonnen- (UV-) Einstrahlung bis zu einer maximalen Tönung von 90%. Der Nachteil an diesen Gläsern ist, dass sie meist temperaturabhängig sind. Kälte verstärkt den Eindunklungseffekt, Wärme vermindert den Eindunklungseffekt.
Polarisation
Der Vorteil von polarisierten Brillengläser liegt eindeutig darin, dass Licht einer „bestimmten Schwingungsrichtung“ herausgefiltert werden kann. Demnach eignen sie sich optimal für viele Sonnen- und Sportbrillen. Sie neutralisieren unangenehme Reflexionen beispielsweise auf einer nassen Straße oder verspiegelten Wasseroberflächen und schaffen so ein angenehmes kontrastreicheres und blendungsfreies Sehen.

Polycarbonat
Dieser Kunststoff ist praktisch unzerbrechlich und daher als Brillenglasmaterial für Sportbrillen die erste Wahl.
Gerade für "schnelle" Sportarten unbedingt empfehlenswert, wie z.B. Hockey, Squash, Badminton aber auch Handball etc., wo der Ellbogen des Mitspielers gefährlich werden könnte. Hier könnte der Kunststoff "CR39" splittern.

Refraktion
Mit dem Begriff “Refraktion” bezeichnet man in der Augenoptik die Korrektionsbestimmung oder auch Augenglasbestimmung, die zur Anpassung von Brillen und Kontaktlinsen notwendig ist. Bei diesem Verfahren wird die Sehschärfe mittels Messgläser bestimmt und verbessert, um dem Augenpaar wieder zum optimalen und bequemen Sehen zu verhelfen.

Sauerstoffdurchlässigkeit bei Kontaktlinsen
Sauerstoffdurchlässigkeit ist sehr wichtig, denn die Hornhaut des Auges muss immer gut mit Sauerstoff versorgt werden. Bei der Verwendung von Kontaktlinsen kann die Sauerstoffzufuhr eingeschränkt werden. Deshalb ist es wichtig, bei der Wahl der Kontaktlinsen auf die Durchlässigkeit zu achten. Kontaktlinsen aus einem Silikon-Hydrogel-Material haben eine sehr hohe Sauerstoffdurchlässigkeit.

Schießbrille
Die Sehanforderungen beim Pistolen-, Bogen- und Gewehrschießen lassen sich in vielen Fällen nicht mit herkömmlichen Brille ausreichend befriedigen. So benötigt der Schütze üblicherweise eine Abdeckung vor einem Auge und vor dem anderen eine Korrektion, die ihn genau auf seine Zielvorrichtung einstellt. Speziell für diese Aufgabe werden Schießbrillen angepasst, die eine Vielzahl von Einstellmöglichkeiten besitzen. Zu beachten ist neben der exakten Stärkenbestimmung auch die Körperhaltung während des Schießens.

Schminkbrille
Beim Schminken der Augenpartien ist eine normale Brille hinderlich. Die Brillengläser lassen kein einfaches Auftragen von Lidschatten und anderen Kosmetika zu. Wer keine Kontaktlinsen nutzen kann oder möchte, dem hilft eine Schminkbrille. Sie ist so konstruiert, dass sich die Brillengläser einzeln wegklappen lassen. Damit kann dann mit dem einen korrigierten Auge das andere während des Schminkens deutlich gesehen werden. Zu beachten ist, dass die Stärke der Schminkbrille in seltenen Fällen denen der Lesebrille entspricht. Das hängt damit zusammen, dass die Entfernung vom Auge zum Spiegel und zurück berücksichtigt werden muss.

Skibrille
Zum Skifahren ist ein hoher Schutz vor UV-Strahlung notwendig. Zusätzlich soll eine Skibrille die Augen vor Wind und Kälte schützen. Skibrillen gibt es mit und ohne Korrektionsgläser im Handel zu kaufen. Aus Sicherheitsgründen sollte immer darauf geachtet werden, dass nur Brillen mit bruchsichern Kunststoffgläsern benutzt werden. Diese bieten sich auch wegen ihrer im Wintersport gefragten geringeren Beschlagwirkung an, ebenso lassen sich auch Belüftungslöcher in das Glas einfräsen, damit das Glas nicht so leicht von innen beschlägt. Bei Skibrillen mit nachträglich einsetzbarem Korrektionsteil (Innenclip) ist zu beachten, dass die Korrektionsgläser nicht so nah am Auge sitzen, dass sie die Wimpern berühren. Bei Skibrillen mit stark durchgebogenen Gläsern ist zu beachten, dass, wenn diese Gläser gegen solche mit Korrektionswirkung ausgetauscht werden, der Winkel der Brillengläser zueinander (Verkippung), die Vorneigung und der Abstand zum Auge bei der Herstellung der Gläser berücksichtigt werden, da ansonsten Unschärfen und Verzeichnungen das Sehen beeinträchtigen.
Wichtig ist auch, dass man auf die Glasfarbe achtet und sowohl Sonnengläser für gutes Wetter, als auch kontraststeigernde Gläser (Orange oder gelb) für schlecht Wetter Verhältnisse verwendet, damit auch die Unebenheiten auf dem Boden gut erkannt werden können.

Sonnenschutz
Sonnenbrillen stellen nicht nur einen Augenschutz vor gefährlichen UV-Strahlungen dar. Sie dienen auch der Verminderung von Blendungen der Augen. Nicht alle als “Sonnenbrille“ bezeichneten Brillen befriedigen die verschiedenen Anforderungen. Als Orientierungshilfe und auch um auf mögliche Gefahren (Straßenverkehrstauglichkeit) hinzuweisen, werden Sonnenschutzbrillen in die Schutzstufen 0 bis 4 eingeteilt:

Schutzstufe 0:
leicht getönte Filter für kosmetische Zwecke. Lichtdurchlässigkeit von 80% bis 100%.

Schutzstufe 1:
helle bis mittlere Filter, verwendbar als leichter Lichtschutz in Mitteleuropa. Lichtdurchlässigkeit von 43% bis 80%.

Schutzstufe 2:
Universalfilter. Mittlerer Filter. Als Sonnenblendschutz in Mitteleuropa meist gut verwendbar. Lichtdurchlässigkeit von 18% bis 43%.

Schutzstufe 3:
dunkler bis sehr dunkler Filter Tropen, Subtropen, Südeuropa, Hochgebirge, Schneeflächen, Wasserflächen, Sand. Lichtdurchlässigkeit von 8% bis 18%

Schutzstufe 4:
extrem dunkler Filter nur bei extremer Einstrahlung, helle Schneeflächen, Gletscher. Für die Teilnahme am Straßenverkehr nicht geeignet! Lichtdurchlässigkeit von 3% bis 8%

Der Tränenfilm
Die Tränen überziehen als dünne Flüssigkeitsschicht - Tränenfilm genannt - die Oberfläche des Auges, also die Hornhaut und die Bindehaut. Der Tränenfilm wird gleichmäßig verteilt durch die “Scheibenwischer” des Auges, die Lider. Sie wischen ca. alle 4-6 Sekunden über das Auge und ziehen die auf der unteren Lidkante angesammelte Flüssigkeit (Tränenmeniskus) gleichmäßig über das Auge. Kurz bevor dieser Flüssigkeitsfilm “zusammenbricht”, das heißt trockene Stellen auftreten, erfolgt der nächste Lidschlag. Letztendlich fliessen die Tränen dann durch die Tränenkanälchen in die Nase ab. Der schützende Tränenfilm ist am Ende des Lidschlags zunächst 9 Mikrometer (9 Tausendstel Millimeter) und kurz vor dem nächsten Lidschlag 3 Mikrometer dick. Die Tränen laufen über die Augenoberfläche und versorgen sie mit Nährstoffen und Sauerstoff, befeuchten sie, bewirken optisch ideale Verhältnisse, bringen desinfizierende Substanzen zur Bekämpfung von Viren und Bakterien und spülen Fremdkörper weg.

Die verschiedenen Bestandteile des Tränenfilms werden von unterschiedlichen kleinen Drüsen im Bereich der Bindehaut und der Lider gebildet. Die Tränenproduktion beginnt in der 3. Lebenswoche und beträgt täglich ca. 1 Gramm. Bei Erwachsenen werden 38mg/Stunde und bei Kindern 84mg/Stunde ausgeschieden. Man unterscheidet eine gleichmäßige Grundproduktion von 1,2 Mikroliter (1,2 millionstel Liter) von einer Reizproduktion. Letztere führt zu einer um das 100-fache gesteigerten Tränenmenge (Reizsekretion), wenn das Auge “geärgert” wird. Dies kann durch Dinge wie Kälte, grelles Licht, Reizstoffe wie Zwiebeln, Fremdkörper etc. aber auch aus psychischen Gründen (Trauer, Freude) ausgelöst werden. Die Zusammensetzung ist aber bei Grund- und Reizproduktion anders. Bei der Reizproduktion besteht der Tränenfilm hauptsächlich aus Wasser und schützt deswegen das Auge nicht so sehr. Er soll ja in diesem Fall auch - von seiner Bestimmung her - mehr “wegspülen”. Leider spült er dann auch viel von den schützenden Bestandteilen des Tränenfilms weg.

Der Tränenfilm ist hinsichtlich seiner Zusammensetzung sehr kompliziert, um seinen zahlreichen Aufgaben gerecht werden zu können. Neben den diversen Inhaltsstoffen besteht er aus drei Hauptbestandteilen, die zwar nicht perfekt aber ungefähr, in drei Schichten vorliegen:

1. Von einigen Drüsen (Becherzellen) in der Bindehaut wird Schleim (Mukus) gebildet, der die Oberfläche der Hornhaut “glitschig” genug macht, damit die darüber liegende Wasserschicht darauf haften kann. Ohne sie würde Wasser einfach abperlen, wie bei einem gewachsten Auto. Dies ist die unterste Schicht. Sie wird auch Muzinschicht genannt.

2. Die zweite, mittlere und dickste Schicht besteht im Prinzip aus salzhaltigem Wasser und dient der Befeuchtung und Ernährung, sowie zum Wegspülen von Fremdkörpern. Weiterhin enthält sie unspezifische Abwehrstoffe gegen Infektionen. Sie wird in der großen Tränendrüse gebildet.

3. Die dritte und äußerste Schicht besteht aus einem dünnen Fettfilm (Lipidschicht), der wie eine schützende “Frischhaltefolie über einer feuchten Speise” oder ein Deckel auf einem Topf mit kochendem Wasser das Verdunsten des Wassers verhindert. Sie wird vor allem von den Drüsen an der Lidkante (Meibomdrüsen) gebildet. Nur wenn diese Schicht optimal glatt ist, kann optimales Sehvermögen bestehen. Dies ist einer der Gründe warum bei einem schlechten Tränenfilm die beste Brille evtl. nichts nützt.

Trifokalgläser
Werden auch Dreistärkengläser genannt, dieses Brillengläser haben ein Fern-, ein Zwischen- und ein Nahteil und ermöglichen dadurch bei bestimmten Fehlsichtigkeiten ein deutliches Sehen in der Ferne (im oberen Glasteil), in der mittleren Entfernung wie z.B. beim arbeiten am Computer (im mittleren Glasteil) sowie in der Nähe z.B. beim Lesen (im unteren Glasteil). Das Trifokalglas wurde fast vollständig durch das Gleitsichtglas abgelöst, da man bei diesen Gläsern die Übergänge in die verschiedenen Bereiche weniger wahrnimmt, keine sichtbaren Trennkanten zu sehen sind und keine Bildsprünge entstehen.

Trockene Augen
Es kann zu trockenen Augen durch ein Fehlen der Lipidschicht auf dem Tränenfilm, kommen. Dabei ist die Funktion der Meibomschen-Drüsen gestört und so können Reizungen der Bindehaut oder Hornhaut entstehen. Die Folge ist eine erhöhte wässrige Tränenflüssigkeitproduktion. Um die Lipidschicht wieder aufzubauen helfen beispielsweise bestimmte Pflegemittel wie Lipo-Nit.    

UV-Schutz für das Auge
Das menschliche Auge muss sich vor Ultraviolettem Licht (UV-Licht) schützen. Die menschliche Hornhaut ist das erste Schutzschild und absorbiert UV-Strahlung bis zu einer Wellenlänge von 300nm. Der verbleibende Anteil der UV-Strahlung wird hauptsächlich von der Augenlinse absorbiert. Bewiesen ist, dass die von Hornhaut, Bindehaut und Augenlinse absorbierte UV-Strahlung zu biologischen Veränderungen führen kann. Hohe UV-Strahlung kann zu folgenden Schäden am Auge führen: Bindehautentzündung, Schneeblindheit, Hornhautdegenerationen oder grauer Star. Diese Veränderungen stellen eine Bedrohung für das Auge dar und erfordern stets eine Behandlung durch einen Augenarzt! Wie immer ist die Vorsorge, in diesem Fall durch eine entsprechende Sonnenbrille, besser als eine später notwendig gewordene Behandlung.
Ebenso kann es nach einer Entfernung der Augenlinse (z. Bsp. bei einer Staroperation) zu Netzhautschäden durch zu hohe UV- Belastung kommen, sofern keine Kunstlinse eingesetzt wird. Hier wird nach einer Operation ein besonderer Schutz, mittels Kantenfiltergläser für die empfindliche Netzhaut benötigt.
Zum Schutz der Augen vor UV-Strahlen und Blendung werden üblicherweise getönte Brillengläser angefertigt. Verschiedene Materialien ermöglichen aber auch einen UV-Schutz, ohne eine sichtbare Tönung zu besitzen.

Weit- oder Übersichtigkeit ( die Hyperopie)
Bei der Übersichtigkeit, treten die Probleme beim Sehen in der Nähe auf. Das Auge ist zu kurz gebaut und das Bild entsteht hinter der Netzhaut. Durch ein Plusglas wird das Licht so gebündelt, dass das Bild wieder auf der Netzhaut entsteht. Augenermüdung und Kopfschmerzen können die ersten Anzeichen dafür sein. Häufige Nebenerscheinung kann ein Schielen im Kindesalter sein, das unbedingt korrigiert werden muss.

Der Visus
Wird auch Sehschärfe oder Auflösungsvermögen des Auges genannt. Kann der kleinste Abstand zweier Punkte im Objekt gerade noch als getrennt wahrgenommen werden, spricht man von der besten Sehschärfe.
Der Visus wird meist in Zahlen wie 1,0  oder 0,7, manchmal aber auch in Prozent, wie 100% oder 70%

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